Immunohistochemie

Standardmethoden der histologischen Färbung

Mit Hilfe von histologischen Schnitten ist eine hochgradig exakte Darstellung der morphologischen Struktur des Gewebes möglich. Das Ergebnis einer Färbung wird von zahlreichen Faktoren bestimmt. Dazu gehören der pH-Wert der Pufferlösung, die Färbezeit sowie die Methode der Fixierung. Hämatoxylin wird zum Beispiel zur Färbung von Zell- und Gewebestrukturen der Zellkerne, Mitochondrien, Myelin, Elastin und Kollagenfasern eingesetzt. Die Gegenfärbung bzw. Differentialfärbung ermöglicht zusätzliche Erkenntnisse. Hierbei kommt ein Farbstoff zur Anwendung, der in starkem Kontrast zur Hämatoxylinfärbung steht. Die Gegenfärbung mit Eosin ist ein klassischer Ansatz bei der Untersuchung von Kationenstrukturen, z.B. von Proteinen.

Immunohistochemische Färbung

Die Aufgaben bei der Identifizierung von Antiseren, Immunglobulinfraktionen und monoklonalen Antikörpern gegen eine wachsende Anzahl von klinisch relevanten Gewebeantigenen hat zu einer enormen qualitativen und quantitativen Erweiterung der immunhistochemischen Analytik geführt. Der Antikörpertiter und dessen Verdünnung sowie die Inkubationszeit und Temperatur stehen zueinander in engem Zusammenhang und beeinflussen gemeinsam die Qualität der immunhistochemischen Färbung. Diese Faktoren können getrennt voneinander oder auch in sich verändert werden, um klar messbare Unterschiede in der Färbungsqualität festzustellen. Die genannten Parameter werden vor allem dann modifiziert, wenn es bei der Färbung um eine optimal spezifische Abgrenzung von einem minimalen Hintergrund geht.

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